Pressemitteilung / Bericht KIDsCollege 09.07.08
Vorlesung Zahnmedizin Teil A
(KC) Zahnmedizin A, das hat nix mit A wie AUA zu tun, oder auch nicht mit ANGST vorm Zahnarzt, erläutert Torsten Heimann. Die A- Vorlesung im "zahnmedizinischen Labor des Rathauses Löhnberg" befasste sich mit dem theoretischen Teil zum Thema Gebiss und Zähne.
Die beliebte Zahnärztin und Dozentin Andrea Thiele führte durch die zweistündige Vorlesung und hatte dafür einiges mitgebracht.
Bevor wir in der nächsten Woche, also beim B- Kurs, mit dem praktischen Teil beginnen müssen wir unbedingt erst einmal den Aufbau eines Zahnes kennenlernen, erklärt Thiele. Warum ist das so wichtig? Man kann doch einfach bohren und ein Loch zumachen, meint Jonas aus Leun. Das geht nicht so einfach, denn zunächst muß man unbedingt wissen, das der Zahn ein festes und stabiles Gebilde ist, also, da gibt es den Zahnschmelz, und der ist härter als Stahl. Also brauchen wir dafür erst mal einen echten Diamantbohrer, und dann kann man auch nicht einfach so losbohren. Das muß ganz vorsichtig geschehen, denn der Bohrer dreht sich mit 300.000 Umdrehungen in der Minute, und da braucht man ganz viel Fingerspitzengefühl, vor allem darf man ja nicht den Nerv treffen, so Thiele weiter.
Beim kommenden B-Kurs in Zahnmedizin darf jeder Student an einem eigenen Modell-Zahn bohren und eine Füllung setzen, doch, dafür muss man eben unbedingt die theoretischen Kenntnisse im Kopf haben. Zum Ende der Vorlesung führte Thiele noch einen kleinen Test durch, zum großen Erstaunen wurden wirklich auch die schwierigsten anatomischen Fragen beantwortet, Fragen, die man normalerweise erst im 5.Semester an der großen UNI beantworten muss, zeigte sich Thiele begeistert über so viel Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft.
Am 15.Juli geht es weiter in der Weilburger Zahnarztpraxis bei Andrea Thiele.
Pressemitteilung / Bericht KIDsCollege 09.07.08
Vorlesung Sportwissenschaften - Leichtathletik
(KC) Eigentlich handelt es sich ja bei Leichtathletik um ein sehr unbeliebtes Thema. Fast jeder möchte damit nix zu tun haben, viele Ängste werden leider oft auch durch gruppendynamische Prozesse bei Kindern und Jugendlichen aufgebaut. Ein Leistungsdruck, der in allen Bereichen unserer Gesellschaft zu finden ist, zeigt sich Torsten Heimann besorgt. Grund genug, mit zwei Vorlesungen für Kinder und Jugendliche wieder Mut zu machen, um gerade auch unbeliebte Sportarten wieder zum Thema zu machen, erklärt Dozentin Ursula Gall.
Neben allgemeiner wissenschaftlicher Theorie und Technik werden beim KIDsCollege alle Disziplinen, die für Abnahme des Sportabzeichens nötig sind absolviert. Doch bevor es richtig losgeht zeige ich Euch das richtige Aufwärm- und Dehnprogramm , erklärt der Physiotherapeut Stefan Koob den Studenten im Alter von 6 - 16 Jahren.
Der Bereich "Kurz- und Langstreckenlauf" wurde von Torsten Heimann übernommen, beim 800 -Meter- Lauf, der ersten Disziplin, kamen alle mit Bestzeiten durch das Ziel. Ein besonders schönes Ritual war, das die Teilnehmer, die auf den letzten Plätzen durchs Ziel liefen, besonders von den Mitstudenten angefeuert und gefeiert wurden. Und gerade diese hatten dadurch so viel Motivation und waren dann bei anderen Disziplinen mit bei den Ersten, berichtet Heimann. Ein wirklich toller Zusammenhalt den ich so in meiner Eigenschaft als Trainerin noch nicht erlebt habe, fügt Ursula Gall hinzu.
Einige Wiederholer aus dem letzten Jahr waren dabei, so z.B. Marvin oder Marian, beide aus Löhnberg. Beim Weitsprung zeigte sich dann, das sich viele mächtig verbessert haben. Kopfschüttelnd und ungläubig konnte Trainer Stefan Koob es kaum fassen was er da auf dem Maßband in der Sprunggrube ablesen mußte. Da gab es Weitsprünge von bis zu 3,60 Meter, und das von einem 9jährigen, so Koob. Das ist ein absoluter Rekord.
Weitwurf, eine überwiegend unbeliebte Disziplin, doch auch hier zeigten sich die Teilnehmer überaus professionell. Tolle Techniken zeigten einige Werfer, und es wurden überwiegend Weiten von über 50 Meter erzielt. Beim 50-Meter Lauf galt es, besonders schnell zu laufen. Im Dreierteam wurde auf dem schönen Windhof Sportplatz gestartet, und ins Ziel kam jeder, und sogar mit richtig schnellen Läufen.
Alle Teilnehmer schafften das bronzene Sportabzeichen
des deutschen Sportbundes. Ursula Gall, die zertifierte Trainerin für solche Sportabzeichen ist, überreichte manchem Teilnehmer sogar die Silbermedaille. Diese erhält man, wenn vorher schon Sportabzeichen absolviert wurden, und das geht dann bis zur Goldmedaille, erklärt Gall.
Die sportwissenschaftliche Vorlesung ging nach drei anstrengenden Studen leider viel zu schnell vorbei, meinte Luka aus Merenberg, der nun unbedingt in den Turnverein in Weilburg eintreten will, denn da kann man die Sportart Leichtathletik im Verein betreiben. Die Kontaktdaten zum TV Weilburg werden auf der Homepage www.kidscollege.eu bekanntgegeben, außerdem ist dort auch der Kurzfilm zu den Sportwissenschaften zu sehen, so Heimann.
Pressemitteilung / Bericht KIDsCollege 08.07.08
Vorlesung Kriminalwissenschaften 1 und 2
(KC) Parallel zur zweiten Vorlesung der Kriminalwissenschaften zeigt Euch Torsten Heimann, wie die Polizei Fingerabdrücke nimmt. Mit einfachen Mitteln könnt ihr zwar keine schwarzen Abdrücke wie bei der Polizei machen, dafür aber weiße Abdrücke auch zu Hause.
Nimm 1 Glas, etwas Talkumpuder aus der Apotheke, 1 sauberen Pinsel, durchsichtiges Klebeband und schwarzen Fotokarton. Jetzt drücke deinen Finger kräftig auf das Glas. Stäube etwas von dem Talkumpuder darauf und puste ganz vorsichtig darüber, damit sich der überflüssige Puder löst und nur eine weiße dünne Schicht zurückbleibt.
Noch vorsichtiger fährst du nun mit dem feinen Pinsel darüber, bis der Fingerabdruck erkennbar wird. Auf diesen Abdruck klebst du ein Stück von dem Klebeband und drückst es fest auf das Glas.
Der Puder bleibt an dem Klebeband hängen, dass du nun auf den Fotokarton klebst. Auf dem schwarzen Karton siehst du jetzt ganz deutlich deinen weißen Fingerabdruck. Jetzt bist du schon ein halber Kriminologe, genau wie z.B. Moritz (Bild), und kannst nun überall Fingerabdrücke suchen.
Pressemitteilung / Bericht KIDsCollege 07.07.08
Vorlesung Kriminalwissenschaften
(KC) Na klar, denn die beiden Vorlesungen Kriminalwissenschaften wurden zum ersten Mal beim KIDsCollege angeboten. "Und zum ersten Mal waren Vorlesungen innerhalb von nur zwei Stunden ausgebucht", berichtet Heimann schon zu Beginn, und das zeigt auch, wie wichtig neue Themen und Aktionen beim College sind.
Die Dozenten, der Polizeioberkommissar Jens Wirbelauer, der bereits seit einigen Jahren eng mit Heimann zusammenarbeitet, sowie seine Kolleginnen - die Kommissarin Clees und die Dozentin Immel - zeigten sich begeistert über so viel Interesse am Thema "Polizei". Alle drei führten durch die dreistündige, spannende Vorlesung der Kriminalwissenschaften.
Bevor es jedoch zur praktischen Spurensuche kommt, muss der Begriff "Kriminalwissenschaften" erst einmal erklärt werden.". " Das, was wir hier machen, hat nichts mit "Tatort" oder "James Bond" zu tun. Unsere Kriminalwissenschaften umfassen zunächst die gesamte Bandbreite des Strafrechts: Vom Wirtschaftsstrafrecht über das Strafprozessrecht bis hin zum Jugendstrafrecht und Strafvollzugsrecht", so Dozentin Clees.
Kommissar Wirbelauer gab theoretische Einblicke in die Kriminologie, welche sich u.a. mit den Erscheinungsformen und Gründen für Kriminalität und den gesellschaftlichen Reaktionen darauf befasst. Polizeikommissare müssen vielseitig geschult werden. Dazu gehört also nicht nur die Ausbildung an der Dienstwaffe, sondern ganz wichtig auch z.B. psychologische, juristische und strategische Kenntnisse. "Ja, und dann kommt man auch irgendwann mal in die Situation, dass ein Fall nicht sofort lösbar ist, dann müssen die Kollegen von der Spurensicherung kommen", erklärt Wirbelauer den 16 Studenten.
Und heute in dieser Vorlesung soll es auch in erster Linie um die Möglichkeiten gehen, wie man einen Täter überführen kann, auch wenn dieser weit und breit nicht mehr zu sehen ist. Stellt Euch mal vor, ein Bankräuber ist gerade auf der Flucht. Er hat in der Bank 100.000 Euro mitgehen lassen, aber er ist verschwunden. Keine Spur von ihm!! Oder etwa doch ? Jetzt müssen wir herausbekommen ,welche "Spuren" er hinterlassen hat. Und da gibt es viele MöglichkeitenUnsere Kollegen von der Spurensuche müssen gute Augen haben und auch von Chemie reichlich wissen. Die Chemiker im Dienst der Kriminalistik können mit physikalischen und chemischen Analysemethoden Spuren sichtbar machen und auswerten. Dabei reicht die Palette vom Giftnachweis bis hin zum Sichtbarmachen von Fingerabdrücken oder auch komplizierten biochemischen Vorgängen." Insbesondere der sogenannte genetische Fingerabdruck ermöglicht uns heute die eindeutige Aufklärung eines Täters", weiß Komissarin Clees, die speziell beim Erkennungsdienst arbeitet.
Spannungsgeladen wie im "Krimi" verfolgten die Studenten die Ausführungen der Dozenten. "Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so aufmerksam und ruhig ging es her im Vorlesungssaal der Polizei Weilburg", berichtet Heimann.
Im praktischen Teil wurde es dann richtig kriminalistisch. Wie man einen DNA-Test durchführt anhand einer Speichelprobe oder z.B. die Überführung des Täters anhand seiner Fingerabdrücke, konnten die Studenten dann schließlich im "Selbstversuch" testen und analysieren. Und was passiert dann mit dem überführten Täter, wenn er gefasst wird?
"Der Knast", weiß der 13jährige Mark, und von diesem konnten sich die Studenten selbstverständlich auch noch ein Bild machen. Alle Teilnehmer wollten sich aber nicht allzulange darin aufhalten, denn schließlich hat das KIDsCollege ja in dieser Woche noch weitere Vorlesungen auf Lager. So musste also der Knast in Weilburg ohne "Bewohner" zurückgelassen werden...zur großen Freude der Polizeistation Weilburg, denn diese hat es lieber mit Studenten als mit Verbrechern zu tun.
Jens Wirbelauer erklärt, das er auch nach den Ferien für alle Kinder immer erreichbar ist. Er leitet die Trouble Line "und wenn es mal Probleme in der Schule gibt, dann ruft mich doch einfach an, oder auch die neue Streetworkerin Andrea Hagenbach von loe-we.net".
Übrigens gibt es jetzt alle Bilder der Vorlesungen und sogar kleine Filmbeiträge auf www.kidscollege.eu. Dort kann sich dann jeder einen Einblick verschaffen, was so im KIDsCollege passiert. Und das täglich neu und aktualisiert.
(KC) Die beliebte Vorlesungsreihe Sportwissenschaften geht weiter,
und das sogar im Doppelpack. Gerhard Liehr und Torsten Heimann führten durch zwei spannende Vorlesungen zum Thema "Fitness auf Rollen".
Bevor es jedoch richtig losgehen konnte erklärte Liehr wichtige theoretische Fakten. Inline-Skaten liegt nicht nur im Trend, sondern hält auch fit. Wer sich regelmäßig auf den acht Rollen bewegt, trainiert das Herz-Kreislauf-System, kräftigt seinen Bewegungsapparat und steigert das Gleichgewichtsvermögen. Nicht zuletzt verbrennt man beim Inline-Skaten viele Kalorien, die Figur freut sich. Der 10jährige Massimo aus Merenberg weiß, um gesund und sicher zu laufen, sind allerdings einige Punkte zu beachten. Vor allem benötigt man eine Schutzausrüstung und gute Inliner.
"Und da", meint Liehr, "sollte man vor der ersten Fahrt auf Inline-Skates unbedingt einen Besuch in einem Sportfachgeschäft machen. Beim Kauf der Inline-Schuhe muss auf eine gute Passform geachtet werden. Der Schuh sollte nicht zu fest sitzen, muss dem Fuß aber auch Halt geben. Einige Geschäfte bieten an, die Schuhe zu testen – dieses Angebot sollte man unbedingt nutzen. Zu enge oder weite Inline-Skates nehmen einem schnell den Spaß am Sport. Mindestens genau so wichtig ist der Kauf einer professionellen Schutzausrüstung..
Diese ist für Profis wegen der meist höheren Geschwindigkeit genauso wichtig wie für Anfänger. Zur Ausrüstung gehören Knie- und Ellbogenschoner und Handgelenkschützer. Zu jeder Schutzausrüstung gehört außerdem ein Helm, der wirksam vor Kopfverletzungen schützt. Dies muss nicht unbedingt ein spezieller Skatehelm sein, auch der Fahrradhelm ist geeignet.
Bei der Wahl der richtigen Schutzausrüstung sollte nicht zu sehr gespart werden. Es empfiehlt sich, auf das TÜV-Siegel zu achten, das geprüfte Sicherheit (GS) garantiert.
Ein blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und nicht allzu große Hitze sorgten dafür, dass die Teilnehmer dann im praktischen Teil rund um den schönen Windhof in Weilburg das Erlernte umsetzen konnten. Und so ging es in der Vor- und Nachmittagsvorlesung mit vielen Brems- und Fallübungen spannend her. Alle Teilnehmer absolvierten die Übungen zur großen Zufriedenheit von Gerhard Liehr. Der konnte dann auch die erfolgreiche Teilnahme an der Vorlesung im Studienbuch bescheinigen. Bei den nächsten sportwissenschaftlichen Vorlesungen geht es um das Thema Leichtathletik, dann mit Ursula Gall, Stefan Koob und Torsten Heimann auf dem Windhof-Sportplatz in Weilburg
Auf die Frage, warum das KIDsCollege neben Geisteswissenschaften auch z.B. Sportwissenschaften anbietet antwortet Heimann: "Es wäre fatal nur auf den derzeit vorherrschenden Trend in Richtung Naturwissenschaften aufzuspringen. Jedes Kind hat von Geburt an seine eigenen Talente, Fähigkeiten und Interessen. Die kann man nicht einfach so einprogrammieren, außerdem gehört zum Lernen der Sport unbedingt dazu, denn er ist es, welcher zu richtig geistigen Höchstleistungen durch gute Sauerstoffversorgung des Körpers beiträgt. Lernen, Gesundheit und Sport sind also untrennbar". Nach dem Absolvieren des KIDsCollege hat jedes Kind die Möglichkeit, aus einer Vielzahl von Wissenschaftsgebieten auszuwählen und so seinen eigenen Interessen per Ausbildung oder Studium nachzugehen.
(KC) Jeder fängt mal klein an, nicht nur wir Menschen, sondern auch ein Baum.
Der Sämling einer Eiche unterscheidet sich im Anfangsstadium kaum von einer Löwenzahnpflanze. Doch, ein Jahr später schon sieht alles ganz anders aus. Der Löwenzahn ist bereits verblüht und hat seine schön fliegenden Samen in die Welt verteilt, und die Eiche, sie steht noch da wo sie "geboren" wurde.
Gespannt hörten 20 KIDsCollege Studenten zu, als die beliebte Försterin Nadine Ströbele mit ihrer forstwissenschaftlichen Vorlesung zum Thema "STATIK" begann. Bäume sind die größten Organismen der Erde und sie haben die längste Lebensdauer. Doch warum sind Bäume so stark?
Warum halten sie so vielen Stürmen stand wollte der erst 4 jährige und wissenshungrige Linus wissen. Grund dafür ist die Struktur des Baumes. Ein dünner Zylinder von Zellen direkt unter der Rinde ist für das kräftige Dickenwachstum verantwortlich. Dieser bildet immer neue Zellen und wächst, man nennt diesen Bereich auch Kambium. Und ganz wichtig für den Baum ist Wasser, das zumindest weiß der 8jährige Mark ganz genau. Und es stimmt, denn es gibt im inneren des Baumes sogenannte Leitungsbahnen, man nennt sie auch Gefäße. Nährstoffe und Wasser werden von den Wurzeln bis zu den Blättern transportiert, und auf dem Rückweg werden lebenswichtige Stoffwechselprodukte, die in den Blättern gebildet werden zu den Wurzeln transportiert, erklärt Dozentin Ströbele weiter.
Wie stark Holz ist erfuhren die jungen Studenten im praktischen Teil der Ganztages-Vorlesung. Bei der Berechnung und beim Bau eines Hochsitzes,
inklusive der Bearbeitung des Holzes mit Geräten, wurde allen Teilnehmern klar welch tolle Eigenschaften Holz hat. Holz ist nicht nur zum Verbrennen da, sondern man kann mit ihm ganz tolle Dinge bauen und vor allem auch optisch seine Umwelt verschönern, das zumindest
wissen jetzt die jungen Studenten. Und manch einer will seine Erfahrungen mit der Stärke des Holzes nun auch im Alltag mal ausprobieren, Lukas zum Beispiel, der zu Hause nun eine Holz-Brücke über seinen Gartenteich bauen will.
Parallel zur Statik- Vorlesung führte Gerhard Liehr durch die dritte Stufe der sportwissenschafftlichen Vorlesung, die diesmal auf Rollen von Weilburg in Richtung Biskirchen stattfand und mächtig Spaß machte aber auch viele Energien kostete.
(KC) Physik und die Erforschung von Naturgewalten müssen nicht trockener
Unterricht sein. Diese Erfahrung machten 16 Studenten beim interaktiven Konstruktionsspiel mit dem KIDsCollege an der Weil. Mehrere Teams mussten verschiedene Aufgaben lösen. Hierbei ist „immer der Weg das Ziel“, erklärt Biologe Johannes Rech. Das bedeutet, dass es wichtiger ist, sich erst mal verschiedene Lösungsmöglichkeiten einfallen zu lassen und diese mit den Anderen auch auszuprobieren. Besser als nur eine Lösung umzusetzen und diese dann ein Reinfall wird", so Rech weiter.
Kurzum wurden also die Studenten zu Wissenschaftlern, Sammlern, Kundschaftern und Händlern. Daneben wurden Fischer und Konstrukteure ernannt. "Nichts durfte mitgebracht werden, alles musste "gekauft" oder gesammelt werden", fügt Torsten Heimann hinzu.
Und dann begann der Handel. Kundschafter Max und Sammlerin Katja finden vor allem Gegenstände, die nicht aus der Natur stammen. Die Konstrukteure Maria und Maximilian nutzten in der Gruppe die Materialien für die gestellten Aufgaben. "Ca. 20 min. nach der Aufgabenstellung könnt Ihr Euch von den anderen Wissen kaufen", ergänzt Rech..jpg)
Die erste schwierige Aufgabe bildete der Hafenbau. Eine flache Stelle am Ufer musste gefunden werden, und mehr noch, es sollte ein sicherer Hafen werden, in dem das fließende Wasser durch eine Hafenmauer aus Steinen oder anderem Material abgleitet. Der Strömungsverlauf und die Kraft der Weil sind unbedingt mit einzukalkulieren, weiß Heimann aus eigener Erfahrung mit diesem Bachlauf.
Die Nahrungssuche wurde zur Geduldsprobe. Hafenbewohner brauchen Nahrung
und dafür mußten die Studenten unterschiedliche Wasserorganismen in der Becherlupe suchen und die Dozenten verteilten pro Tierart Punkte an die Teams.
Nachts brauchen die ankommenden Schiffe Licht, und auch die Bewohner brauchen eine Energiequelle. Mit Hilfe einfachster Materialien bauten die Konstrukteure eine Wasserradanlage zur Erzeugung von Strom, und wiederum verteilten die beiden Dozenten Punkte.
Schließlich wurde zum Ende der Vorlesung noch eine Bootsverbindung über die Weil gebaut, denn auf der anderen Seite gibt es weitere Siedlungen, mit denen man auf Dauer handeln kann. "Eine Siegergruppe gibt es nicht, alle haben die Aufgaben hervorragend gelöst", teilte Rech am Ende mit.
Neben PHYSIK 4 fand die Vorlesung "Forstwissenschaften 2" mit dem Thema Bäume statt. Die 24 Studenten erfuhren wichtige Einzelheiten zur Holzstruktur, zu unterschiedliche Baumarten und der Blätterkunde.
(KC) Aufgrund der überwältigenden Resonanz aus vergangenen forstwissenschaftlichen Vorlesungen erweiterte Torsten Heimann mit dem KIDsCollege die Kurseinheit "Forst" auf jetzt 5 Zeitstunden. Diesmal ging es also für 25 Studenten bei der XXL-Vorlesung in den tiefen Wald, genauer gesagt dorthin, wo "fast" unberührter Waldboden zu finden ist. Mit Försterin Nadine und Dozent Heimann erlebten die KIDs die faszinierende Tierwelt des Waldbodens.
Die Buche kann Lebensraum für etwa 200 Arten wirbeloser Tiere bieten - fast achtmal so viel wie die Esche. In der dicken Laubschicht, welche von den Studenten genauestens untersucht wurde, fanden sich Nacktschnecken, Bodenspinnen, Weberknechte, Kellerasseln, Hundertfüßler und Insektenlarven. Diese Kleintiere liefern Nahrung für Vögel wie den ZilpZalp, ein häufig vorkommender Sommervogel, weiß Försterin Nadine.
Nach ausgiebigen Untersuchungen unter dem Mikroskop wurden natürlich alle Tiere wieder in die Freiheit entlassen, auch die zufällig gefundene Kröte freute sich über ein Wiedersehen in einem nahegelegenen Biotop. Am Ende gab es dann noch einen kurzen Besuch beim "Biotop-Staudamm-Projekt" welches vom KIDsCollege bereits in diesem März begonnen wurde.
Schön, das Natur und Umwelt für die Kinder so bedeutsam sind und unsere Angebote in diesem Bereich so wahrgenommen werden. Auf diese Weise können wir schon ganz früh den richtigen Umgang mit unserer Umwelt, an lebendigen Beispielen vermitteln, freut sich Heimann, der in den nächsten 2,5 Wochen noch einige Umweltprojekte durchführen wird.
(KC) 20 Studenten des KIDsCollege sind untergetaucht.
Nach einer erfolglosen Suche im Weinbacher Freibad war die Situation für Schaulustige und Pressevertreter klar: Die Studenten sind tatsächlich untergetaucht, und zwar unter Wasser. Die beliebte Vorlesungsreihe "Ozeanologie 1" mit Thomas Ludwig begeisterte wieder einmal. Von der Theorie, also z.B. den Gefahren unter Wasser, Tauchunfällen oder auch gefährlichen Lebewesen bis hin zu den praktischen Tauchgängen mit Taucherflasche, Luftjacket und Brille konnten die Teilnehmer in der fast fünf Stunden dauernden Vorlesung die Meereskunde hautnah erleben.
Mit Geschicklichkeitsspielen unter Wasser gab es dann noch einige kleine Testaufgaben zu lösen.
Parallel zu dieser Veranstaltung fanden die Vorlesungen PHYSIK für Zwerge und Physik 4 mit dem Wolkenkratzerkontest in Weinbach-Elkerhausen statt.
Auch hier war die Begeisterung groß, als z.B. die Kinder einen eigenen "heissen Draht" herstellen konnten, ein Geduldsspiel, welches Mitte der 90er Jahre durch eine Fernsehshow bekannt wurde.
Eine Woche ist nun rum, hinter den Kulissen ist immer mächtig Stress und Organisation angesagt. Aber wir denken, dass die Vorlesungen alle wirklich gut gemeistert wurden, zogen die Organisatoren Torsten Heimann und Kerstin Jackson Bilanz für den ersten KIDsCollege-Teil, denn zweieinhalb Wochen liegen noch vor ihnen.
(KC) Kann man mit Styropor Energie erzeugen? Oder ist etwa Zucker besser geeignet, fragte Dozent Rech die Teilnehmer der PHYSIK - Vorlesung.
Die Studenten, diesmal im Alter zwischen 11 und 16 Jahren, stellten das DGH in Weinbach-Elkerhausen quasi auf den Kopf, nur um zu erfahren, mit welchen Stoffen Energie erzeugt werden kann.
Doch damit war noch lange nicht Schluss. Es galt immer noch, die Energiefrage zu klären. Und da erfuhren die Studenten dann wirklich Erstaunliches: Holzspäne. Niemand hätte gedacht, dass die Späne etwas mit Energie zu tun haben. Doch tatsächlich ist Holz gespeicherte Energie, die wiederum im Verbrennungsvorgang Energie freisetzt. Und auch Zucker ist Energie. Der Mensch lebt zwar nicht vom Zucker alleine, doch in geringen Maßen benötigt man ihn, um energiereich in den Tag starten zu können.
Dass es verschiedene Zuckerarten gibt, gute und schlechte, soll hier mal nicht näher erläutert werden, so Rech.
Wichtig ist aber, dass die Unterschiede der Energien klar werden, denn immer wieder ist es so, dass viele nicht die Ursprünge der Energie kennen. Gerade in heutigen Zeiten, wo fossile Brennstoffe teurer und weniger werden, darf das Thema Energie und deren Gewinnung im Kindes- und Jugendalter nicht zu kurz kommen, erklärt Heimann. Und aus diesem Grund, damit alle Studenten erfahren, wie man die natürlichen und umweltfreundlichen Energiequellen nutzen kann, bauen wir heute mit Euch ein kleines Solarkraftwerk mit Ventilator, gerade für die heissen Tage eine tolle Sache.
(KC) Die sportwissenschaftlichen Vorlesungen mit Gerhard Liehr sind mittlerweile schon zu einem Geheimtipp geworden. Schnell hat es sich herumgesprochen, dass das KIDsCollege nicht nur Vorlesungen "für den Kopf" parat hat. Hier bei uns im College werden alle wissenschaftlichen Phänome ergründet und studiert.

Egal ob Sport, Natur oder Geologie, weiß Torsten Heimann. Außerdem, und dass möchte der Leiter des KIDsCollege unterstreichen, gehört zum Studium immer die notwendige körperliche Fitness dazu. Ohne Sport, ohne Bewegung läuft alles nicht so rund.
Alle Wissenschaftsgebiete sind also untrennbar. Die Vorlesung zum Thema INLINER fand wieder auf dem Gelände des Windhofs in Weilburg statt.
Die Fortsetzungen der Vorlesungen gibt es in wenigen Tagen.
(KC) Bilder, Töne und ihre Montage werden im Film
zu komplexen Botschaften. Film ist kein Abbild der Wirklichkeit, „wie sie ist“. Ein Film kann eine Situation oder eine Handlung gar nicht so wiedergeben, „wie sie ist“, weiß Torsten Heimann, der zusammen mit Kerstin Jackson erstmals die Vorlesung „Filmwissenschaften“ im KIDsCollege angeboten hat.
Beide Dozenten haben dafür schon reichlich Erfahrung gesammelt. Heimann produzierte für öffentlich-rechtliche und private TV-Sender einige erfolgreiche Werbefilme wie z.B. für Sinupret und Vichy, Kerstin Jackson hat viele TV-Spielfilme und Serien, wie z.B. "Der Fahnder" oder "Derrick" im Kamerateam begleitet.
Es wurde also unbedingt Zeit, so Jackson, nun auch die Vorlesung "Filmwissenschaften" im KIDsCollege zu integrieren. Bereits bei Anmeldestart war der Kurs als erster voll belegt, und das sagt wohl alles, so Heimann.
"Einfach eine Kamera in die Hand nehmen und losfilmen, das geht nicht", erklärt der 8jährige Lukas. Und da hat er wohl recht. "Alles fängt erst einmal mit einer Geschichte an, und diese müssen wir dann in ein ganz exaktes Drehbuch umbauen", fügt Jackson hinzu. Der Filmemacher muss auswählen und neu zusammensetzen. Dabei bedient er sich der spezifischen Gestaltungsmittel des Films, um die Geschichte auf eine bestimmte Weise und entsprechend seiner Arbeit zu erzählen.
Ein einfaches Beispiel mag dies verdeutlichen: Wird eine Filmfigur eingeführt, so kann z. B. schon die Wahl der Kameraperspektive, aus der sie aufgenommen wird, einiges über diese Figur aussagen.
Wird sie von unten aus der Froschperspektive gezeigt, so verbindet der Zuschauer mit dieser Person in der Regel Assoziationen wie Macht, Überlegenheit oder auch Bedrohlichkeit.
Wird die Figur dagegen von oben aus der Vogelperspektive gezeigt, dann wird dieses Bild von ihr sehr wahrscheinlich genau gegenteilige Assoziationen hervorrufen.
"Es ist fast so wie im richtigen Leben. Menschen kann man beeinflussen, mit Werbung im Geschäft, auf der Straße oder auch im Film, gerade bei TV-Werbung gibt es viele Möglichkeiten", berichtet Heimann von seinen Erfahrungen aus der suggestiven, also beeinflussenden TV-Werbebranche.
seinen eigenen kleinen Zeichentrickfilm drehen. Das geht ganz einfach und in der Realität wird genau auf diese Weise auch der Zeichentrickfilm hergestellt. Nur mit dem Unterschied, dass man die Bilder abfotografiert und wieder zusammensetzt. Unser Daumenkino also ist sozusagen der Vorläufer der Zeichentrickfilme", erklärt Kerstin Jackson.
Heimann und Jackson wollen den Fachbereich "Filmwissenschaften" künftig erweitern, denn beide wollen mit einem festen Studententeam einen Film drehen. Ob es eine Doku, z.B. über das KIDsCollege oder ein Spielfilm wird, können beide erst beim nächsten Mal mit den Studenten entscheiden. Bis dahin sollten alle unbedingt Ideen sammeln, denn die braucht das Team, wie heute gelernt, für das Drehbuch.
Parallel zur Vorlesung "Filmwissenschaften" fand die Vorlesung "Sportwissenschaften" mit Gerhard Liehr und 20 großen und kleinen Teilnehmern in Weilburg statt.
(KC) Eine kleine Diskussionsrunde zu Fragen nach den Ursprüngen und der Entstehung von Musik / Rhythmus und Harmonie bildete den Anfang der musikwissenschaftlichen Vorlesung. Dozentin Kerstin Jackson stellte einen Epochenüberblick vor - von der Gregorianik bis zu HipHop, und erstaunlicherweise hörten die Studenten im Alter von 5 - 10 Jahren ganz genau zu, trotz trockener Theorie . Von Komponisten verschiedenster Epochen war da die Rede, aber auch Musikaufführungen wie die Hausmusik, Kirchenmusik, Oper,
Operette, Musical oder die bei den KIDs beliebten Rockkonzerte…
Einen Vergleich von Instrumenten stellte dann im praktischen Teil der Dozent und Musiker Michael Diehl vor. Jeder der Teilnehmer konnte im Praxisteil nahezu jedes Instrument ausprobieren.Mit Hilfe von Sprachsilben wurden rhythmische Muster entwickelt und die Kids lernten wie leicht es ist, neue rhythmische Variationen zu entwickeln und probierten diese aus.
In einer kleinen Bandformation durfte dann natürlich auch wieder an Keyboards, E-Gitarren, Bässen, Schlagzeugen und vielem mehr gerockt werden.
Zum Abschluss konnten die Kids dann im Instrumentenbaukurs kleine Rasseln bauen, die bei einer gemeinsamen Abschlussrunde dann nochmal zum Einsatz kamen.
Mit einem Lied auf den Lippen und mächtig Rhythmus im Blut, verließen die kleinen KIDs College-Studenten nach 3 Stunden die Vorlesung im POWWOW Music–House.(KC) Die Puddings, die man in Supermärkten kauft, haben oft verschiedene Farben. Die meisten Puddings haben ihre Farbe nicht von Natur aus, sondern werden vom Hersteller hinzugefügt, erklärt Biologe Rech bei der 2. Vorlesung
2. Vorlesung im KIDsCollege. Manche Farben entsprechen nicht den biologischen Farben, wie z.B. bei Vanillepudding.
Vanilleschoten sind von Natur aus schwarz. Kocht man aus diesen mit Milch und Stärke Pudding, wird er nur leicht gelb mit schwarzen Punkten. Gekaufter Vanillepudding dagegen ist knallgelb gefärbt.
Kann man die zugesetzten Farben also schmecken? Die Studenten im Alter von 11 – 16 Jahren wollten herausfinden, ob sich die Farben auf den Geschmackssinn auswirken. Dozent Heimann verteilt den farbigen Pudding und bringt es schließlich auf den Punkt: Isst das Auge mit? Mit geschlossenen Augen konnte man die Farbe nicht feststellen, aber mit geöffneten Augen waren die Ergebnisse klar und genauso , wie von der Lebensmittelindustrie gewollt. Fazit: Das Auge isst tatsächlich mit.
Sitzungssaal des Rathauses in Löhnberg kurzerhand zu einem Lebensmittel-Chemielabor umfunktioniert. Alle auf einer Packung Pudding angegebenen Zutaten wurden von den Studenten genauer unter die Lupe genommen. Angefangen von Trockenmilchpuler, Lakritze bis hin zur Gelatine wurde alles vermischt, probiert und studiert. Warum Pudding mit Cola einfach nicht fest werden will ,war ebenso Thema, wie eine waghalsige Selbst-Pudding-Mischung einiger Studenten, welche aber dann sogar tatsächlich schmeckte.
Nicht nur das Kochen von Milchpudding stellt einen hochkomplizierten Vorgang dar, sondern also auch die richtige Wahl der Zutaten. Zum Glück muß man im Geschäft ja nur die fertige Packung Pudding kaufen, da ist schon alles drin, weiß Lukas, dem aber auch die eigene Kreation Pudding sichtlich schmeckte.
Als kleine Hausaufgabe hatte Torsten Heimann dann noch eine kleine Überraschung : Auch gekochter Wackelpudding mit möglichst heller Farbe eignet sich für einen interessanten Versuch.
Heimann erläutert, „ Solange der Pudding noch nicht fest ist , müsst ihr etwas mit einem großen Suppenlöffel abschöpfen und den Löffel in den Kühlschrank stellen.
Nach ca. 4 Stunden stürzt ihr den Löffel auf einen kleinen durchsichtigen Teller. Dann über die Rückseite des Löffels heißes Wasser laufen lassen und der Pudding löst sich leicht ab“. „Den Geleeklumpen haltet ihr dann mal über einen Text oder ein Bild und schon habt ihr einen klasse Lupeneffekt“. Wieso, weshalb, warum? Licht ist ganz schön nützlich. Ohne Licht könnte man gar nicht lesen. Wird Licht gebrochen, etwa mit einer Lupe, dann können die Dinge größer erscheinen. Der Löffel formt den Wackelpudding zu einer halbrunden Linse, die Lichtstrahlen sammelt er wie eine Lupe. Die Lichtstrahlen fallen hindurch und breiten sich dabei aus. Dadurch erscheint alles durch diese Geleelinse viel, viel größer, weiß Torsten Heimann.
(KC) Mit einfachen Experimenten erlebten die„ Zwergstudenten“ im Alter von 5 - 9 Jahre bei der ersten Sommervorlesung des KIDsCollege eine ganz besondere Chemie.
Die Aufgabe war nicht einfach, weiß Dozent Torsten Heimann: "Die beiden Gummibärchen möchten tauchen, ohne nass zu werden", "denn wenn sie feucht werden, wird ihre Haut klebrig. Das mögen die nicht." Ins Grübeln vor zwei Gläsern und einer großen, mit Wasser gefüllten ,Schüssel gerieten wirklich alle Studenten. Nach und nach kommen dann aber die ersten Vorschläge. "Das Wasser ausschütten
und die Gummibären auf den Boden der Schüssel legen", meint Marvin. Julian will lieber einen wasserdichten Taucheranzug nähen.
Dozent Johannes Rech lenkt die Aufmerksamkeit der Kinder auf die Gläser. Eines ist mit Wasser gefüllt, das andere leer. Mit der Öffnung nach unten taucht der 45jährige Biologe das leere Glas senkrecht ins Wasser und holt es wieder heraus - zur Überraschung der Kinder ist seine Innenseite ganz trocken geblieben. Nochmals wird es ins Wasser gestülpt und leicht gekippt. Blasen steigen auf. Woraus die bestehen? "Aus Luft." Also war das Glas doch nicht ganz leer. "Aber wo schon etwas ist, kann kein anderer Gegenstand sein", erläutert Julius zum großen Erstaunen der beiden Dozenten.
Mit der Vorlesung „ Chemie für Zwerge“ möchte Heimann die Kleinen möglichst früh an das Fach heranführen, um langfristig das schlechte Image der Chemie zu überwinden. "Chemie - das ist, wenn ein Gabelstapler umstürzt und dann ganz giftige Sachen auf
den Boden fallen", zitiert er einen sechsjährigen Teilnehmer einer vergangenen Vorlesung.
"Je eher wir mit naturwissenschaftlicher Bildung anfangen, gerade auch spielerisch im Vorschulalter, desto größer wird später das Interesse der Schüler sein", zeigt sich Torsten Heimann überzeugt. Schließlich kommt auf die deutsche Chemie-Industrie ein massiver Mangel an Nachwuchs zu, nahmen doch die Studentenzahlen in den vergangenen Jahren rapide ab. Das KIDsCollege jedenfalls wird mit seinem erfolgreichen Konzept weitermachen und noch viele Generationen mit allen Uni-Fakultäten begeistern.
Nach der gängigen Lehrmeinung, gesteht Rech, seien Kinder im Alter von fünf, sechs Jahren noch nicht fähig, wissenschaftliche Zusammenhänge zu erfassen. Seiner Erfahrung nach stimme das jedoch nicht. Nach dem Tauchgang der Gummibärchen sei allen Kindern klar, daß Luft Wasser verdränge. Und wenn die Nachwuchsforscher
Zucker und Salz in Wasser auflösen und durch eigenes Probieren lernen, dass die Stoffe nicht verschwinden, sondern erhalten bleiben - dann wird für Heimann bereits der Grundstock ökologischen Denkens gelegt.
Eines ist jedoch auch beim KIDsCollege genauso wie im echten Leben: der Vorführeffekt. Als Rech vor den Kindern eine Kerze mit dem Kohlendioxid löschen will, das aus einer Soda-Essig-Mischung perlt, brennt die Flamme munter weiter.
Bilder und Filme von den Kursen findes Du in userem Filme- und Fotoalbum.
Die etwas anderen Ferienspiele für Weilburg, Löhnberg und Weinbach